Editorial im Infoblatt des Departements Bildung und Kultur

Zwischen Rechnungen, Werbedrucksachen und einer Wochenzeitung lag er kürzlich in unserer privaten Post: Der Anmeldebogen für den Kindergarten. Quasi das Zutrittsticket für unsere Tochter in unser Bildungssystem. Für jemanden, der im Schuldienst tätigt ist, mag das nichts Besonderes sein. Für Eltern aber, die zum ersten Mal eines ihrer Kinder beim Eintritt in den Chindsgi begleiten, steht eine einschneidende Neuorientierung bevor – was selbstredend mit vielen Fragen verbunden ist und eine gewisse Aufregung auslöst. Umso beruhigender ist es zu wissen, dass die Kinder in der Glarner Schule sehr gut aufgehoben sind; dass alles unternommen wird, um den pädagogischen und organisatorischen Rahmen möglichst sinnvoll zu gestalten. „Die Kleinen sollen sich wohl fühlen, damit sie sich entwickeln können“, so die Prämisse.

Um dieses hohe Level pflegen oder gar steigern zu können, benötigt es von allen Beteiligten viel Energie und Motivation. Aber auch die Bereitschaft, sich selbst weiterzuentwickeln. In einer Welt, die sich in rasantem Tempo digitalisiert und entsprechend kräftig durcheinander geschüttelt wird, ist dies gefragter denn je. Wenn sich die Berufswelt dermassen stark verändert, sind die Schülerinnen und Schüler darauf vorzubereiten – allein schon weil dies entscheidend für ihre Ausbildungs- und Arbeitsmarktfähigkeit ist. Das Modul „Medien und Informatik“ im neuen Glarner Lehrplan ist in diesen Bestrebungen wohl nur ein erster kleiner Schritt und nur eines von vielen Mosaiksteinchen. Die Digitalisierung wird die Schule auf Trab halten. Und uns Eltern neu eintretender Kinder mit Sicherheit auch.

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