Editorial im Infoblatt des Departements Bildung und Kultur

Der Auftakt zu den diesjährigen Weiterbildungstagen der Volksschullehrerinnen und -lehrer im Mai steht ganz im Zeichen der Digitalisierung. Nicht dass Ihr Zusammentreffen virtuell stattfinden würde – im Gegenteil: Sie werden sich wie gewohnt von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen und auch ausgiebig Gelegenheit für den persönlichen Austausch haben. Inhaltlich jedoch dreht sich alles darum, wie die Volksschule mit den Entwicklungen umgeht, welche die neuen Technologien befeuern. Es ist zweifelsohne so, dass die heutigen Möglichkeiten der Automatisierung und der künstlichen Intelligenz zu massiven gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Veränderungen führen. Wir sind mit völlig neuen Fragen konfrontiert und tun gut daran, die Digitalisierung nicht einfach geschehen zu lassen. Wir müssen sie aktiv und gewinnbringend gestalten! Und genau hier kommt Bildung ins Spiel: Die Volksschule soll Grundlagen der neuen Medien und der Informatik vermitteln. Sie soll Zusammenhänge und Funktionsweisen lehren und algorithmisches Denken verankern. Und nicht zuletzt soll sie den Schülerinnen und Schülern das Selbstvertrauen mitgeben, dass sie die Veränderungen meistern werden. Die Digitalisierung betrifft nicht nur Informatiker und Ingenieure, sondern uns alle. Im neuen Glarner Lehrplan und in der Lektionstafel ist dies berücksichtigt. Die Entwicklung geht allerdings rasant und in grossen Schritten weiter. Wahrscheinlich wird sie auch die Schule viel stärker prägen, als wir uns das heute ausmalen können. In diesem Sinn wünsche ich Ihnen viel Neugier und Energie beim Vertiefen Ihres Wissens und Ihrer Vermittlungskompetenz in diesem zentralen Themenbereich.