Editorial im Infoblatt des Departements Bildung und Kultur

Am Anfang einer neuen Legislaturperiode steht stets eine umfangreiche Planungsphase. Der Glarner Regierungsrat hat sich diesen Sommer intensiv mit seinem neuen politischen Leitbild befasst und daraus die Schwerpunkte für die Jahre 2019–2022 abgeleitet. Sie sind nun im Legislaturprogramm festgehalten, das stark auf die Bereiche Digitalisierung, Verkehr und Bildung fokussiert. So soll den Glarnerinnen und Glarnern die Transformation zur digitalen Arbeit erleichtert werden, die Belastung der Bevölkerung durch den Verkehr zurückgehen und das Bildungsniveau steigen. Konkret setzt sich der Regierungsrat etwa zum Ziel, dass Kinder und Jugendliche künftig besser auf die Anforderungen der digitalisierten Welt vorbereitet sind. Das erfordert eine umfassendere, frühere und konsequentere Förderung. Gerade die Unterschiede im Entwicklungsstand der Kinder beim Schuleintritt haben in jüngster Zeit sehr stark zugenommen und erfordern das Treffen angleichender Massnahmen. Das Bildungsdepartement wird sich deshalb in den nächsten Monaten und Jahren schwergewichtig mit neuen Konzepten und Projekten zur «Frühen Förderung» bzw. zur «Frühen Kindheit» befassen. Immer wichtiger wird allerdings nicht nur das Begleiten unserer jüngsten Mitmenschen, sondern auch gestandener Berufsleute. Die digitale Revolution sorgt dafür, dass sich die Berufsbilder in rasantem Tempo wandeln. Dem Kanton kommt in dieser Phase eine entscheidende Rolle bei der Beratung und Begleitung Erwachsener zu, damit sie ihren Bildungsstand angepasst an den Anforderungen der Zukunft erweitern können. Packen wir es an!