Editorial im Infoblatt des Departements Bildung und Kultur

Das Wohl unserer Kinder ist ein zentraler Baustein unserer Gesellschaft. Den Kindern zwischen 0 und 4 Jahren müssen wir einen möglichst guten Start ins Leben ermöglichen und ein Umfeld bieten, das ihrer Entwicklung förderlich ist. So wachsen sie zu Persönlichkeiten heran, die für sich und andere Verantwortung übernehmen können. Dass kindgerechtes Dasein in dieser frühen Lebensphase keine Selbstverständlichkeit ist, zeigen die zunehmenden Unterschiede im Entwicklungsstand beim Schuleintritt. Hier steht die Bildungspolitik in der Verantwortung – was bedeutet, gezielt auf den kindlichen Entwicklungs- und Lernprozess ab Geburt zu fokussieren. Bei der sogenannten «frühen Förderung» geht es um Angebote von der Mütter- und Väterberatung über Spielgruppen bis hin zur heilpädagogischen Früherziehung oder Kindesschutzmassnahmen. Klar nicht das Ziel sind Leistungsförderung und -forderung. Vielmehr sollen die Eltern in ihrer Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsaufgabe gestärkt und – falls nötig – darin unterstützt werden, ihre Verantwortung tatsächlich wahrnehmen zu können. Aktuell befassen wir uns im Bildungsdepartement intensiv mit der Frage, wo und wie sich der Kanton rund um unsere jüngsten Mitmenschen künftig stärker engagieren sollte. Wo heute schon Private, Vereine und vor allem auch viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter enorm viel leisten, kann er subsidiär (!) unterstützen. Gefragt ist eine kluge Strategie, welche allfällige Angebotslücken aufzeigt und Massnahmen zur Schliessung derselben durch den Kanton definiert. Damit letztlich auch die Volksschule eine Entlastung erfährt.